Weltmeisterschaft Neuseeland/Takapuna 2008

 

Vom 13.01.-19.01.2008 wurden die Weltmeisterschaften im Windsurfen RS:X, auf der Nordinsel von Neuseeland ausgetragen, mit 200 Windsurfern aus 39 Nationen . Für viele Nationen war dies, die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele in Peking 2008, was schon im Vorfeld für viel action sorgte. Auch die Deutschen haben sich noch nicht qualifiziert. Voraussetzung ist eine Platzierung unter den Top 10. Nach einem gutem Start für Romy Kinzl (die schon ein Kriterium gefahren ist), lief es bei den Herren zu Anfang auch nicht schlecht. Toni Wilhelm startete gleich mit einem 7ten Platz in der Gruppe blau. Nach 3 Qualifikationstagen, bei traumhaften Bedingungen, so wie es sich um diese Jahreszeit für Neuseeland gehört, konnten bei 8-17 Knoten die ersten 6 Rennen absolviert werden. Toni der sein letztes Rennen mit einem ersten Platz beendet hatte war nun sicher im Goldfleet, leider noch einige Punkte von der Qualifikationsnorm entfernt. Florian Freimüller der sich, auch durch sein letztes gutes Rennen (20) nicht mehr ins Goldfleet retten konnte, musste nun im Silverfleet mit seinem Landsmann Oliver Tom Schliemann die restlichen drei Tag starten. Bei den Frauen sah es schon ein wenig besser aus. Romy Kinzl die sicher im Goldfleet dabei ist hat nur noch sehr wenige Punkte um ihrem Traum – Olympia 2008 nahe zu kommen.

Nach einem anschließenden Ruhetag folgten die Finaltage, wo es noch einmal richtig zur Sache ging. Nicht nur bei Romy oder Toni, auch bei den anderen Topsurfern (Griechenland/Polen….). Doch der 4te Tag sorgte für Enttäuschung, besonders bei den Deutschen. Die Windrichtung war an diesem Tag aus SW, d.h. ablandiger Wind, mit starken Winddrehern sowie starken Windunterschieden. Auch für sehr erfahrene Athleten war es schwer an diesem Tag konstant gute Platzierungen zu fahren, was später auch an den Ergebnissen deutlich erkennbar war. Die restlichen zwei Tage wurden noch einmal interessant, gerade weil am darauf folgenden Tag eine ähnliche Windsituation herrschte, nur mit weniger Wind.

Der letzte Tag, war bei guten 20 Knoten; Sonne und hohen Wellen  schon die beste Vorraussetzung für die abschließenden Rennen. Im Medal Race fielen dann die letzten Entscheidungen. Bei den Herren gewann mit guten Vorsprung der local Tom Ashley. Größte Überraschung auf Platz 3 der noch junge Israeli Sahar. Bei den Frauen gingen die beiden ersten Punktegleich ins letzte Rennen. Es setzte sich Alexandra Sensini aus Italien durch und sicherte sich den Titel.

 

Die deutschen Athleten konnten sich leider nicht für die Spiele in Peking qualifizieren, Romy hat nun noch die Chance sich bei der EM in Brest durch ein Top 5 Ergebnis das Lastminuteticket zu lösen. Für die zwei jungen im Team, Florian Freimüller und Oliver Tom Schliemann ging es primär eher darum Erfahrungen zu sammeln (Florian war 76 und Tom 79 von 117), was sich am Ende voll und ganz ausgezahlt hat. Im Großen und Ganzen war die WM in Neuseeland ein großartiger Event bei schwierigen aber trotzdem traumhaften Bedingungen. Man kann am Ende noch hinzufügen, dass das Niveau bei einer Weltmeisterschaft im Windsurfen noch nie so hoch war.

 

 

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